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Globalisierung - Die Welt im Globalisierungsprozess

Allgemeines

Globalisierung

Als Globalisierung bezeichnet man zunächst die zunehmende Verflechtung vieler verschiedener Bereiche.

Dimensionen

  • Ökonomie (Tertiärisierung, Outsourcing, Kapitalmärkte, Global-Player)
  • Ökologie (Artensterben, Luftverschmutzung, Klimawandel)
  • Kommunikation (Telekommunikation, weltweite Datenübertragung)
  • Gesellschaft (Kulturoffenheit, Kulturverlust)

Indikatoren

  • Wachstum des Welthandels
  • Wachstum ausländische Direktinvestitionen (ADI)
  • Unternehmenskooperationen, auch global
  • Zunahme Global Player

Voraussetzungen der Globalisierung

  • Liberalisierung der Märkte, das heißt Abbau von Zöllen und Handelshemnissen, sowie keine Mengenbeschränkungen mehr
  • sprunghafte Zunahme des Außenhandels sowie der Direktinvestitionen
  • neue Informations- und Kommunikationstechniken (Telefon, E-Mail), dadurch kommt es zu Digitalisierungstendenzen und technischen Neuerungen
  • Containerisierung
  • weltpolitische Entwicklungen (Auflösen des Ostblocks, Verbreitung marktwirtschaftlicher Prinzipien)

 

Globalisierung des Arbeitsmarktes

Der Faktor Arbeit ist in vielen Teilen der Welt deutlich billiger als in westeuopäischen Staaten. Der deutsche Arbeiter steht somit nicht nur in Konkurrenz zu anderen deutschen Arbeitnehmern, sondern auch zu vielen Arbeitskräften in ganzer Welt, welche ihre Arbeitskraft deutlich billiger anbieten. Diese “Lohnschere” führt dazu, dass einfache Produktionstätigkeiten von Firmen in Billiglohnländer verlegt wird.

Globalisierungskritik

Gloablisierungskritische Organsisationen wie zum Beispiel Attac vertreten die Auffassung, dass der Globalisierungsprozess besonders international agierenden Konternen und damit den Kapitaleignern nutzt. Deren Kritik ist:

  • Regierungen orientieren sich zu stark an ökonomische Interessen, wodurch die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird
  • Ausrichtung der Landwirtschaft primär bzw. sogar hauptsächlich an Interessen von Großkonzernen und großen Handelsketten
  • Globale Klimaerwärmung durch erhöhte Emission an Treibhausgasen, insbesondere versursacht durch Kapitalstaaten und deren Großkonzerne

Global Governance

Global Governance ist die Bezeichnung sowohl für ein politisches Programm als auch für  politik- bzw. sozialwissenschaftliche Förderungsprogramme. Dabei meint Global Governance die kooperative und multilaterale Gestaltung der Globalisierung. Staatliche und nichtstaatliche Akteure von lokaler bis globaler Ebene sollen in die globale Rechtsordnung eingebettet werden. Dabei bedeutet der Begriff nicht, dass es sich um eine Weltregierung handelt!

Vor- und Nachteile der Globalisierung

+ -
Steigender Wohlstand
Schere zwischen Arm und Reich steigt
Erschließung neuer Märkte
Schlechte Arbeitsbedingungen (Ausbeutung)
Verstärkt den Wettbewerb
Umweltprobleme (Höhere Emissionen)
globale Demokratisierung
Verstärkung kultureller Konflikte
Kommunikations/Digitalisierung
verändertes Konsumverhalten (hoher Fleischkonsum)
Produktvielfalt durch zahlreiche Innovationen, sowie sinkende Preise durch Wettbewerb

Kurzüberblick

➤ Globalisierung bezeichnet zunehmende Verflechtung vieler verschiedener Bereiche

      • Dimensionen: Ökonomie, Ökologie, Kommunikation, Gesellschaft
      • Indikatoren: Welthandelwachstum, Wachstum der ADI, Unternehmenskooperationen
      • Voraussetzungen: Liberalisierung der Märkte, Containerisierung

➤ Vorteile:

      • Steigender Wohlstand, Erschließung neuer Märkte, Demokratisierung

➤ Nachteile:

      • Schere zwischen Arm/Reich steigt, Ausbeutung, Umweltprobleme

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