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Allgemeines zum Menschenbild

Die beiden Figuren Gott und Mephisto im “Prolog im Himmel” haben beide ganz unterschiedliche Bilder vom Menschen und asoziieren dementsprechend andere Charakteristika mit dem Menschen.

Die beiden Menschenbilder im Vergleich

Gott Mephisto
  • Er denkt, dass die Menschen Untertanen von Gott sind
  • Gott glaubt zudem daran, dass sich die Menschen des rechtens Weg bewusst sind

→ Beim Menschen besteht die Gefahr des "Erschlaffens" und Irrens, er ist sich aber grundsätzlich des rechten Weges bewusst, aufgrund seine Rationalität.

  • Der Teufel widerrum sieht die Menschen als Gesindel an
  • Mephisto vergleicht die Menschen mit Tieren (Vgl. Tiermetaphorik)
  • für ihn sind zudem alle Menschen gleich, im Grunde genommen unterscheiden sie sich alle nicht

→ Das Handeln der Menschen ist aus seiner Sicht allgemein konsequent und durch niedere Instinkte bestimmt.

Pflanzenmetaphorik

  • Mit Pflazen asoziiert man direkt Wachstum und somit positive Entwicklung

→ Der Mensch ist laut der Pflanzenmetaphorik also zum Guten bestimmt

Tiermetaphorik

  • Bei der Tiermetaphorik reduziert man alles auf das Physische und Animalische

→ Der Mensch gilt somit als vernunfbegabtes Tier. Der Mensch gilt laut Mephisto also zum Mangelwesen der Schöpfung, wobei das Leben als Wiederholung von Sinnlosigkeit gewichtet wird

Faust

Heinrich Faust gilt fungiert dabei als Prüfstein für das Wesen der Schöpfung, als Teil der Wette zwischen Gott und Mephisto im “Prolog im Himmel”. Sollte Mephisto Faust vom rechten Weg abbringen, so hat dieser die Wette gewonnen. Zudem würde das Menschenbild des Herren seine Gültigkeit verlieren.

Mephisto

Mephisto widerrum gilt als destruktives und verneinendes Element. Er ist dabei allerdings ebenfalls nur Teil der Schöpfung und dabei nicht Gottes ebenbürdiger Gegenspieler, sondern dessen Werkzeug, da er Gott wie die Menschen untergeornet ist (der Teufel war nämlich ehemaliger Erzengel).

Themen/Aspekte in "Faust 1"

  • Liebe/Beziehung
  • Risiken der Liebe
  • Moral/Gewissensbisse
  • Verrat/Betrug
  • Entscheidungen treffen
  • Frage nach dem Sinn des Lebens
  • Schuld
  • Versuchung
  • Frage nach dem Wesen des Menschen
  • Rationalität

Kurzüberblick

Gottes Menschenbild: Mensch ist von Rationalität geleitet und ist sich des rechten Weges jederzeit bewusst

      • Faust fungiert als Prüfstein für das Wesen der Schöpfung als Teil der Wette zwischen Gott und Mephisto [Prolog im Himmel]

Mephistos Menschenbild: Mensch ist nur Gesindel und Teil der Tierwelt. Die Menschheit ist durch niedere Instikte bestimmt und wird durch Triebe geleitet

      • Mephisto selbst ist destruktives Element, welcher selbst Teil der Schöpfung ist. Er ist nicht Gottes Gegenspieler, sonder dessen Werkzeug, welcher ihm selbst untergeordnet ist

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